Angst und Panik

Es gibt keinen Menschen, der frei von Angst ist.  Angst rettet uns ständig das Leben, indem wir gefährliche Situationen instinktiv vermeiden. Bei manchen Menschen nimmt die Furcht aber ein übersteigertes Ausmaß an, so dass auch ungefährliche Situationen heftige Ängste auslösen können. Man spricht dann von einer Angsterkrankung.

Angsterkrankungen zählen neben Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.Eine unbehandelte Angststörung kann sich immer mehr verselbstständigen. Es kommt zur „Angst vor der Angst“, die Betroffenen ziehen sich immer mehr aus dem Leben zurück.

Bei einer Panikstörung treten Ängste anfallsartig auf und sind oft von körperlichen Reaktionen begeleitet:

  • Atemnot
  • Herzrasen
  • Zittern
  • Schweißausbrüche
  • Taubheitsgefühl an den Händen

Dr. Barbara Madlener

“ Angst und Panik – Attacken sprechen meist gut auf eine medikamentöse Behandlung an. Längerfristig müssen aber die Ursachen gefunden werden“

  • Bei der Behandlung von Panikattacken und chronischen Angststörungen stehen  Medikamente, die den körpereigenen Serotonin-Spiegel erhöhen, im Vordergrund. Serotonin, auch als Glückshormon bezeichnet, ist für eine ausgeglichene Stimmungslage wichtig.
  • Bei  konkreten angstauslösenden Situationen kann eine zusätzliche Verhaltenstherapie hilfreich sein.
  • Finden sich als Auslöser der Ängste traumatisierende Erfahrungen in der Lebensgeschichte , ist eine längerfristige psychotherapeutische Behandlung sinnvoll.